Das Wertesystem: Freiheit, Würde und Eigenverantwortung
Unser Wertesystem beruht auf dem Fundament der absoluten Individualautonomie, der Gleichwürdigkeit aller Menschen sowie der ethischen Verantwortung des Einzelnen. Es verbindet naturrechtliche Prinzipien mit den Kerngedanken des Grundgesetzes.
1. Das verfassungsrechtliche & ethische Fundament
„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“
— Präambel des Grundgesetzes
Bedeutung innerhalb des staatlichen Wertesystems:
- Verantwortung vor einer höheren Ordnung: Der Bezug „vor Gott und den Menschen“ stellt klar, dass menschliches Handeln nicht im luftleeren Raum stattfindet. Es unterliegt einer moralischen Ausrichtung, die über rein staatliche Anordnungen hinausgeht.
- Souveränität des Individuums: Der Urheber der staatlichen Ordnung ist der Mensch selbst als Teil des politischen Kollektivs, dass deutsche Volk. Nicht der Staat erschafft die Rechte des Menschen, sondern das deutsche Volk gibt sich eigenverantwortlich seine Verfassung und Reglementierung, um die unveräußerlichen Rechte des Menschen zu achten und zu schützen.
2. Die tragenden Säulen unseres „menschlichen“ Wertesystems
1. Geborenes Recht auf Freiheit & Gleichwürdigkeit (Anti-Hierarchie)
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Aus dieser Gleichrangigkeit ergibt sich zwingend, dass kein hierarchisches System von Natur aus Macht über den Menschen ausüben darf. Eine Überordnung oder Unterdrückung ist kategorisch ausgeschlossen.
2. Das Prinzip der freiwilligen Selbstbegrenzung („Dienen“)
Eine Begrenzung der eigenen Freiheit oder das Einordnen in eine Struktur ist ausschließlich dann legitim, wenn der Mensch sich aus freiem Willen im Rahmen seiner Menschenrechte selbst dazu entscheidet. Das „Dienen“ für eine Sache oder ein Miteinander ist hierbei kein Zeichen von Unterwerfung, sondern ein souveräner Akt der eigenen Entscheidung und Nächstenliebe.
3. Das Schädigungsverbot (Nichteinmischung)
Ein zentraler Grundpfeiler ist der Respekt vor den Rechten anderer. Wir wirken nicht in die Sphäre anderer ein und greifen nicht in fremde Rechte ein. Es ist ausgeschlossen, anderen Menschen vorsätzlich oder absichtlich zu schaden (neminem laede). Die Freiheit des Einzelnen findet dort ihre Grenze, wo die Freiheit des Nächsten beginnt.
4. Absolute Vertrauenswürdigkeit & Worttreue (Pacta sunt servanda)
Da dieses System auf der Würde und Freiheit des Individuums aufbaut, bedarf es keines äußeren Zwangsapparates, sondern persönlicher Integrität:
- Was gesagt und versprochen wird, wird auch eingehalten.
- Verlässlichkeit, Transparenz und Aufrichtigkeit bilden das Fundament aller menschlichen Beziehungen.
Zusammenfassung
| Säule | Prinzip |
| Fundament | Verantwortung vor Gott und den Menschen (Präambel GG). |
| Würde & Freiheit | Absolute Gleichrangigkeit; Ablehnung jeglicher aufgezwungener Hierarchien. |
| Ordnung | Bindung entsteht ausschließlich durch freie, freiwillige Selbstbegrenzung. |
| Grenzen | Kein vorsätzliches Schaden; kein Übergriff auf die Rechte anderer. |
| Interaktion | Absolute Worttreue, Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen. |